Hier nur ein kleiner Teil
aus meinem Leben
mit großen Auswirkungen


Ein  Besuch nach 33 Jahren
bei meiner Tante und meinem Onkel
in Halle an der Saale,
kurz vor dem Mauerfall.
Auch sie leben leider nicht mehr.


9. April 1940

Ich Sara (richtiger Name Ellen), wurde am 9. April 1940 in Halle/Saale geboren.

Meine Mutter war aus Döblitz bei Halle und mein Vater war ein waschechter Berliner icke, icke....

Es war Kriegszeit und von daher keine so schöne Zeit, auch nicht für meine Eltern.

Bei mir prägte sich im Laufe der ersten Jahre auch sehr viel Unschönes ein, was ich heute noch nachvollziehen kann.

Hätten wir damals nicht meine Großeltern gehabt, (die Einen wohnten auf dem Dorf und hatten Vieh zum Schlachten und Felder, die Anderen wohnten in Berlin, was später sich Westberlin nannte und hatten früher ein Fuhrunternehmen mit 1 PS-Motor,
hätten wir vielleicht manchesmal hungern müssen. Aber dies traf bei uns zum Glück nicht zu.

~~~~~~~~~~~~~

1945 gebar meine Mutter meinen Bruder Wolfgang, der nur ein halbes Jahr alt wurde und an Lungenentzündung und Brechdurchfall starb. Ich war zwar damals erst 5 Jahre alt, kann mich aber noch sehr gut an ihn erinnern, denn ich wartete immer, was er in seinem Fläschchen übrig gelassen hatte, denn das durfte ich trinken.

~~~~~~~~~~~~~~~~

1947 kam mein Bruder Manfred auf die Welt und wurde das Lieblingskind der ganzen Familie. So wurde er auch etwas verwöhnt und kam im Alter zum Vorschein.
Er heiratete und hatte 3 Kinder. 1998 warf ihn seine Frau aus dem Haus (weil er ein Alkoholiker wurde) und ich kümmerte mich mit meinem Lebenspartner um ihn. Wir kauften ihn ein Apartement (dank meiner Mutter, die damals im Altersheim lebte, da ich noch berufstätig war).

Er lebte nur 7 Monate in seiner neuen Wohnung, dann starb er an einem Aorten-Anarryshma, totalen Herzstillstand und akutes Nierenversagen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~

1949 kam noch ein Bruder auf die Welt, unser Reinhard, er war mein Lieblingsbruder,
weil er so war wie ich, ein kleiner Teufel, er musste immer was anstellen.

Als ich dann am 16. Oktober 1967 meinen Führerschein gemacht hatte, kam er zu mir und sagte, morgen komme ich und melde mich auch dort an (er war gerade 18 Jahre alt geworden und seinen Gesellenbrief nur 8 Tage in der Tasche). Da der Fahrschullehrer und seine Frau Freunde von mir und meinem Mann waren, bot sich dies so an.

Am 17. Oktober warteten wir auf meinen Bruder (mein Nesthäkchen), aber er kam nicht und wir wurden schon ganz nervös, denn Unpünktlichkeit gabe es bei ihm nie.

Abends dann so gegen 20,00 Uhr kam mein Bruder Manfred mit seiner Frau und Schwiegermutter und brachten kein Wort raus, sie weinten nur.

Ich wusste sofort was geschehen ist, rannte in die Wohnung zu meiner Mutter und stammelte ein paar Worte, dann war ich wie benommen und begriff garnichts mehr.
Es war eine Schockwirkung, wonach ich ca. 10 Tage nur furchtbare Herzschmerzen hatte und keine Tränen vergießen konnte. Erst nach einigen Spritzen konnte ich dann endlich weinen und mein Herz wurde besser.

Mein Bruder bekam kurz vorher ein neues Moped die K 50 und wie die Jugend so ist, haben sie wohl daran herummanipuliert und bekam einen Kolbenfresser.
An diesem Tage regnete es sehr heftig und er wollte ein drittes Fahrzeug überholen, kam ins Schleudern und dann geschah das Ungeheuerliche. Er überlebte nur zwei Stunden ohne Bewusstsein.


Das schlimmste was es geben kann ist,  wenn die Kinder vor den Eltern die Welt verlassen müssen.

Und hier waren es gleich 3 Kinder.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich blieb noch als einzige Tochter meiner Eltern übrig.
Wie es der Musiktitel schon sagt: Ich vermisse sie alle sehr;-(

 

***********************

 

Auf der nächsten Seite folgt in Kürze mein eigenes Schicksal,
welches ich nur so nennen kann.

 

 

folgt in Kürze