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~~~Liebe Mutter~~~
Ach Mutter, weißt du noch?
Erinnerst du dich an meine Geburt? An die ersten gemeinsamen Jahre?
Du hast mich behütet und versorgt.
Wie oft bist du an meinem Bett gesessen, wenn ich krank war.
Später hast du mir Mut zugesprochen bei Prüfungen und hast
mit mir gebangt.
Du hast mich bei Liebeskummer getröstet. Immer warst du für
mich da,
selbst als ich schon groß war. Ich weiß, dass ich nicht
immer lieb zu dir war.
Wie oft verletzten dich meine so impulsiv und gedankenlos daher
gesprochenen Worte.
Erst heute ist es mir bewusst,
wie weh sie dir tun mussten.
Bitte, verzeih mir!
Mittlerweile
sind Jahrzehnte vergangen und ich musste feststellen,
dass nun du mich brauchst, weil du nicht mehr so kannst wie
früher.
Ich pflegte dich und versorge dich noch heute. Aber es ist schwer,
denn auch deine Worte
– sicher auch nur gedankenlos daher gesprochen -
treffen
mich oft bis ins Herz, das sich dann zusammen krampft.
Wie
oft muss ich weinen, weil du mich damit sehr traurig machst.
Aber das war und ist nicht der
Grund, dass ich darüber nachdenken muss,
die Pflege aus meinen Händen zu geben. Ich kann es nicht mehr,
weil sie meine Kraft übersteigt. Du sollst optimal versorgt
werden, rund um die Uhr,
was ich nicht mehr gewährleisten kann.
Ich
möchte dich nicht im Stich lassen, möchte die Zeit mit dir
noch intensiver nutzen,
als
bisher.
Möchte
bei dir sein, ohne mich um Äußerlichkeiten kümmern zu
müssen.
Will
einfach bei dir sitzen, dir übers Gesicht oder Haar streichen und
dich wissen lassen:
Ich
hab dich lieb.
So suchte ich – auch auf Anraten
und mit Hilfe unseres Arztes – ein Pflegeheim.
Keines war mir gut genug für
dich, denn ich möchte dich gut aufgehoben wissen.
Nach
langer Zeit nun endlich der Durchbruch, ein akzeptables Heim.
Deinen Schrank hatten wir schon
hingebracht und auch die Kleidungsstücke waren bereits
eingeräumt.
Beim nächsten Besuch wollten wir den Rest erledigen, damit du dich
dann wohl fühlen solltest.
Wir öffneten die Türe
zu deiner neuen Heimat, es stank entsetzlich und ein Schwall eiskalter
Luft schoss uns entgegen.
Was war passiert?
Fröstelnd zog ich die dicke Jacke, die ich wegen des tiefen
Schnees und der Kälte draußen trug, enger um die Schultern.
War die Heizung kaputt?
Eine Frau saß total verschwitzt mitten im Zimmer auf einem Stuhl
in einem Sommerblüschen.
Sie bat uns, die Tür zum Flur offen zu lassen,
so konnte die warme Luft in den Raum fließen. Wenn ich in meiner
dicken Bekleidung schon fror ...
Eine Schwester hatte das Bett
dieser Dame abgezogen und sich gleichgültig, vielleicht auch
gedankenlos entfernt. Kein Mensch kümmerte sich um die Frau.
Wir suchten die Heimleitung auf
und verschafften unserer Empörung Luft.
Sicher wurde zugegeben, dass ein
Fehler unterlaufen wäre.
Wir wären halt zufällig dazu gekommen. Ich war entsetzt.
Mit energischen Worten kündigte ich an, dass die Verantwortung
beim Heim liegt, wenn diese Frau krank werden würde.
Kurz darauf erfuhren wir, dass
die Dame mittlerweile gestorben war.
Und dorthin sollte ich dich,
Mutter, bringen?
Das kann ich nicht, bin ja immer noch entsetzt und traurig.
So werde ich nun weitersuchen nach einem anderen Pflegeheim,
in dem pflegebedürftige Insassen von pflichtbewussten und
liebevollen Menschen versorgt werden.
Gedanken muss ich mir schon
machen.
Hat doch jeder Mensch eine
Mutter, auch diese Pflegekräfte,
die so gewissenlos und gleichgültig handeln. Würden sie mit
ihr ebenso umgehen? Sollten wir uns nicht überlegen,
dass wir ohne unsere Mutter überhaupt nicht auf der Welt
wären?
Müssten wir da nicht dankbar sein und uns anderen Müttern
auch dankbar zeigen.
Alle Menschen, auch die Väter, sollten doch respektvoll und
würdig versorgt und angesehen werden,
immer mit dem Gedanken, dass sie uns das Dasein schenkten
~~ unser Leben~~.
(Ein
Tatsachenbericht, den ich -Ellen- am 17. Februar 2005, erlebte)

Endlich???
Endlich habe ich das
richtige Pflegeheim gefunden;-)
Meine Mutter hat ein wunderschönes komplettes Apartement mit
Balkon.
Zuerst wollte sie in ein Zweibettzimmer, aber als sie das Zimmer sah,
sagte sie
ganz selbstbewusst, hier bleibe ich und hier will ich auch sterben.
Ich hoffe, sie lebt noch sehr lange.
Ich muss nur staunen, wie redseelig sie dort im Heim ist, da sie dort
auch noch sehr viele Leute und Personal kennt.
Sie war dort schon einmal 5 Jahre lang, als ich noch berufstätig
war.
Nur war sie im privaten Wohnbereich, da sie damals noch nicht
pflegebedürftig war.
Als ich in Pension ging, holte ich sie dort raus und glaubte auch, sie
bis an ihr Lebensende bei mir zu belassen. Aber leider schaffte ich es
einfach nicht mehr.
Meine Mutter fühlt sich dort sehr wohl und äußerte
sogar heute den Wunsch,am Kegeln teilzunehmen.
Das Pflegeheim hat extra für Behinderte im Rollstuhl eine
Kegelbahn gebaut.
Jetzt habe ich auch mehr Zeit für Sie und auch für mich.
Dazu kommt mein beruhigendes Gefühl, dass sie sich dort auch sehr
wohl fühlt.
Ebenso passe ich auf, dass es ihr an nichts fehlt.
Das Alters- und Pflegeheim:
die
"Sonne"
im Herzen
von Frankenthal



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"Neues"
über die Heimpflege !
(Januar
2006)
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Viele Hürden
mussten übersprungen werden!
Gespräche mit der Heimleitung und Stationsschwester brachten
einige Erfolge.
Mit Sicherheit hat das Pflegepersonal schwere Arbeit zu leisten.
Diesen Beruf haben sie sich aber selber ausgesucht und somit kann man
erwarten, dass die Pflege ordnungsgemäß geleistet wird.
Auch lässt sich meine Mutter sehr schwer pflegen, sie reagiert
kaum, gibt kaum Antworten und bringt vieles Durcheinander.
Inzwischen denke ich, hat man mich verstanden und geht auch ein wenig
auf meine Erwartungen ein. Ich brachte meine Mutter in das Heim, um sie
bei Pflegestufe II richtig versorgt zu wissen.
Inzwischen hat sich auch der
Gesundheitszustand sehr verschlechtert.
Natürlich kann man nicht rund um die Uhr bei meiner Mutter sein.
Oftmals, wenn wir zu ihr kommen, sitzt sie im Bad auf einem Stuhl und
schaut vor sich hin.
Sie ist immer müde und ich habe den Eindruck, ihr fehlt viel
Schlaf.
Bei mir zu Hause hat sie täglich ihre 2-3 Stunden mittags
geschlafen.
Im Heim fragt man sie ständig, ob sie sich hinlegen wolle, aber
ihre Antworten sind nicht aussagekräftig genug.
Man sollte einer demenzkranken Frau nicht zu viele Fragen stellen und
sie einfach etwas hinlegen,
wie sie es von Haus aus gewohnt war.
Ansonsten hat sich alles in etwa eingespielt, nur die Kommunikation mit
meiner Mutter
klappt überhaupt nicht und daher ist es natürlich auch
für das Heimpersonal nicht so einfach.
Ich werde diese Seite immer monatlich aktualisieren und "Neues"
berichten.
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(Februar
2006)
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Inzwischen kam erneut die Inkontinenz bei meiner Mutter durch und das
Bett war morgens bis zum Kopfkissen durchnässt.
Man stellte ihr den Nachtstuhl abends vor ihr Bett, damit sie Nachts
drauf gehen könne, da sie ja nicht nach den Schwestern klingelte.
Ich sagte den Schwestern immer wieder, sie habe doch keine Kraft mehr
und könne dabei sogar noch aus dem Bett fallen.
Inzwischen hat das Pflegepersonal selbst die Erfahrung gemacht, dass
meine Mutter nicht mehr alleine auf den Nachtstuhl gehen kann.
Sie wird abends gewickelt und nach Aussage der Stationsschwester
zweimal in der Nacht
trocken gelegt.
Nun muss ich erst einmal dem Personal Vertrauen schenken.
Diese Inkontinenz war überhaupt damals der ausschlaggebende Punkt,
dass sie die Pflegestufe zwei erhielt.
Sie war dann aber ca. 1 1/2 Jahre nicht Inkontinent, erst wieder jetzt
in den letzten Wochen.
Inzwischen habe ich aber den Eindruck, das es mit dem Pflegepersonal
besser klappt.
Sie schauen öfters nach ihr als früher.
Auch ist das Personal sehr freundlich und höflich.
Vielleicht musste man sich erst aneinander gewöhnen.
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(März /
April 2006)
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Im Monat März gab es keine besonderen Vorkommnisse.
Hürden müssen leider immer noch übersprungen werden.
Kleine Differenzen gibt es auch immer wieder, über Dinge, mit
denen ich mich einfach nicht einverstanden erkläre. Wir sind aber
Menschen und können Reden.
Heute, am 27. April 2006 bekam ich einen Anruf vom Pflegeheim und man
teilte mir mit,
dass meine Mutter in der letzten Nacht aus dem Bett gefallen sei und
man hat sie per Notarzt ins Krankenhaus gebracht.
Dort wurde sie gründlich untersucht und man hat ihr eine
Platzwunde am Hinterkopf behandelt.
Die Nachtschwester hat sie beim Routinegang morgens vor dem Bett
gefunden. Wielange sie nun dort lag und womöglich auch
außerhalb des Bettes erkaltet war, hat man mir nicht sagen
können.
Bei Befragen meiner Mutter konnte sie nicht sagen, wie es passiert sei
und sagte nur, sie hätte auf dem Boden geschlafen. Nach den
Schwestern hat sie nicht geklingelt.
Als wir nun bei ihr waren, schlief sie fest. Anschließend war sie
im Schweiß gebadet und hatte leicht erhöhte Temperatur,
sowie über 316 Zucker.
Womöglich hat sie mehr als 15 Minuten vor ihrem Bett verbracht und
sich hierbei etwas erkältet.
Nun heißt es abwarten, was die nächsten Tage bringen.
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(Mai /Juni/Juli 2006)
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3 Tage nach dem nächtlichen Sturz meiner Mutter, hat sie an beiden
großen Zehen und eine Stelle zwischen den Zehen, schwer heilbare
Wunden, die ständig von einem Diabetologen behandelt werden.
(Angeblich seien es Spätfolgen der Diabetes).
Sie könnte sich bei dem Sturz an irgend etwas gestoßen haben
und somit sich die offenen Wunden zugezogen haben.
Bekanntlich heilen Wunden eines Diabetikers sehr schwer oder garnicht.
Sie wurde regelmäßig von einer Fußpflegerin behandelt,
die vor dem Sturz keine Schädigungen an den Füßen
erkennen ließen.
Über eine Schuldzuweisung kann ich nicht urteilen, dass hätte
auch mir hier zu Hause passieren können.
Die Gespräche mit den Ärzten ergaben, vorläufig weiter
zu behandeln.
Wenn keine Heilung eintritt sprach man von einer Baypass-OP und im
extremen Falle sogar die Entfernung einiger Gliedmaßen.
...............
(Nach
Rücksprache mit der Heimleitung und Personal)
Inzwischen haben sich alle Probleme gelöst und bin wieder mit der
Pflege zufrieden.
Meine Mutter ist in einem guten pflegerischen Zustand und fühlt
sich
(entsprechend ihrer Krankheit)
gut.
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Es gibt auch noch positive Berichte z. B. der
85. Geburtstag
meiner Mutter im Heim mit Hilfe der
Heimleitung,
wofür ich mich ganz herzlichst bei Herrn Pavic
bedanke.
Klicke auf das Bild, dort findest du schon ein paar Bilder vom
Geburtstag:
(April 2007)
Es gibt über das Thema
Pflegeheim nun nichts mehr zu berichten, da ich meine Mutter im
November 2006 wieder nach Hause geholt habe.
Es gab erneut Vorfälle, die ich nicht akzeptieren konnte.
Über dieses Thema möchte ich nicht mehr berichten.
Zum Thema Diabetikerfüsse:
Die Wunden heilten in der Zeit vom April 2006 bis 16. November im Heim
nicht ab.
Man sprach sogar von Amputation der großen Zehen.
Ab 17. November 2006 kam bei uns die hiesige Sozialstation 3 Mal
in der Woche und behandelten die Füße regelmäßig
und sie wurde auch regelmäßig geduscht.
Der Pfleger gab sich sehr viel Mühe und wollte die Wunden schon
bis Weihnachten abgeheilt sehen.
Aber genau bis Sylvester waren die Wunden vollkommen zugeheilt.
Dank des Behandlungplanes des neuen Hausarztes und dem Pfleger der
Sozialstation,
war das Thema Amputation kein Thema mehr.
Eine ordentliche und gewissenhafte Pflege, sowie Behandlung kann Wunder
wirken.
Ein herzliches Dankeschön an den gewissenhaften Pfleger der
Sozialstation.
Somit ist das Thema Heimpflege
abgeschlossen!


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...Meine Mutter im Jahre 2002...
Meine Mutter im Jahre
2000
als sie noch kein Pflegefall war.



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